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Der zurückgezogene Marburger Evo-Vortrag – Kommentar von P. Janich

Wie u. a. auf ScienceFiles dargelegt (Link), fand der für den 13.04.2016 vorgesehene Eröffnungsvortrag zum Studium Generale – Evolution von U. Kutschera nicht statt.

In einem Interview in der Oberhessischen Presse (OP) vom 14.04.2016 verteidigte der Marburger Professor Peter Janich unter der Überschrift „Gender-Streit beschäftigt Philosophen“ die Ansichten von U. K. Die Frage der OP, worin der grundsätzliche Konflikt zwischen den Thesen des Evolutionsbiologen U. Kutschera und den Marburger Gender-Vertretern besteht, beantwortet Janich wie folgt: „Kutscheras Argumentation baut darauf auf, dass er zeigt, wo die Gender Mainstreaming-Leute Behauptungen über biologische Sachverhalte aufstellen, die aus Sicht eines Biologen einfach falsch sind. Heißt: Er will den Nachweis erbringen, dass naturwissenschaftlich gesehen, Fehler in der Gender-Theorie und damit im Genderismus-Programm enthalten sind. Das ist nicht nur sein gutes Recht, sondern seine Pflicht als Naturwissenschaftler.“ Zur Ausladung antwortete P. Janich: „Das finde ich völlig unakzeptabel … Grundsätzlich stellt sich bei so einem Vorgang die Frage, welche Rolle die Uni spielen sollte. Mein Eindruck: Sie tut gar nichts, und das halte ich für die falsche Strategie.“

Das Fachbuch zum Gender-Paradoxon (Link) bewertete der Wissenschaftsphilosoph P. Janich wie folgt: „Das Gender-Buch ist … eine sehr engagierte Streitschrift, ein an provozierenden Formulierungen reicher Text. Kutschera positioniert sich ausdrücklich, wie schon vorher gegen den Kreationismus, jetzt auch gegen das Gender-Mainstreaming und zwar durchaus polemisch. Er will den Streit – und jetzt hat er ihn. … Ich bin ein Freund von guter Polemik. Manchmal muss man zuspitzen bei den vielen weichgespülten Wissenschaftlern, die leider kein Engagement mehr in ihre Arbeit setzen. Andererseits weiß Kutschera natürlich, dass er allein für die scharfen Formulieren Gegenwind bekommt. Mitleid mit ihm muss man deshalb nicht haben.“

Weiterhin motivierte P. Janich die Gender-Vertreter zum Dialog: „Sie sollten sich auf die Argumente Kutscheras einlassen. Sie sollten darauf replizieren, etwa darauf, ob der Vorwurf der falschen Prämissen innerhalb der Gender Studies richtig oder nicht. Dazu müssen sie inhaltlich etwas Fundiertes sagen. Stattdessen wird Kutschera persönlich als Frauenhasser bezeichnet. Das ist nicht das Niveau einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung … Kutschera ist ein Vertreter der Gleichberechtigung. Aus seinen Büchern kann man nichts anderes entnehmen. Aber Geschlechtsunterschiede gibt es von Natur aus. Sie lassen sich nicht hinweg diskutieren oder durch soziale Konstruktionen auflösen. Das hat aber nichts mit Frauenfeindlichkeit zu tun.“ Diese Zitate aus der OP, veröffentlicht einen Tag nach dem zensierten Vortrag, waren bisher nur in einer Druckversion (Zeitungsartikel) nachlesbar.

Das Gender-Paradoxon 2016 von U. Kutschera vor der Auslieferung

Da in den letzten Wochen immer wieder Anfragen bzgl. des Fachbuchs „U. Kutschera: Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen. LIT-Verlag, Berlin“ eingegangen sind, folgt hier die gewünschte Information. Entgegen der ersten Ankündigung hat die Monographie, als Ergänzungsband zum UTB-Lehrbuch „Evolutionsbiologie“ (http://de.richarddawkins.net/articles/die-gott-lose-evolution-und-ihre-antriebskrafte), ca. 445 Druckseiten mit 75 Originalabbildungen und wird daher zum Preis von 24,90 € Ende Februar erhältlich sein. Obwohl im UTB-Standardwerk der Mensch, von der ersten bis letzten Druckseite, immer wieder als Biospezies behandelt wird, konnten dort aus Platzgründen zahlreiche humanbiologische Aspekte nicht berücksichtigt werden (vorgegebene Seitenzahl durch den Verlag). Daher folgen im „Gender-Paradoxon“ mehrere Kapitel, z. B. zur „Frau als primärem Geschlecht“, zu dem „neuen evolutionsbiologischen Menschenbild (Ganzkörper-XY- bzw. -XX-Modell)“ sowie ausführliche Darlegungen zur „Homosexualität bei Tieren, Pflanzen und Menschen“. Während im UTB-Lehrbuch der Kreationismus ausführlich thematisiert und als Pseudowissenschaft widerlegt worden ist, sind im Ergänzungsband, neben biowissenschaftlichen Abhandlungen zu „Sex und Gender“, die Thesen der Gender-Ideologen ausführlich dargelegt und ad absurdum geführt. Grundlegende Begriffe, wie z. B. „Heteronormalität“, „Biophobie“, „homoerotische Handlungen“, „Moneyismus“ (als Synonym für die Gender-Irrlehre) werden eingeführt. Ziel dieses Fachbuchs ist es, die Gender Biomedizin (GB), als ergebnisoffene naturwissenschaftliche Disziplin, von der Politikagenda des „Gender Mainstreaming“ (GM), d. h. der Umsetzung der pseudowissenschaftlichen Gender-Ideologie in die Berufspraxis, abzugrenzen, um endlich Klarheit zu schaffen („Moneyismus“ als neuer Begriff, um die soziologischen Gender-Thesen zu kennzeichnen vs. „Sex und Gender“ in der evolutionsbiologischen Forschung).

(http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-13297-0)

Vortragsreihe zur Evolution an der Uni Marburg

An der Philipps Universität Marburg sind derzeit u. a. zwei bedeutende, international ausgewiesene Evolutionsforscher tätig, die Professoren Dr. Stefan Rensing und Dr. Uwe Maier. Im Rahmen des Studium Generale, unterstützt von der Uni Marburg sowie dem Universitätsbund, findet im kommenden Sommersemester im Audimax jeweils mittwochs um 20.15 Uhr eine Vortragsreihe statt (Organisation: Prof. S. Rensing). Zehn Redner aus dem In- und Ausland werden einen Überblick über ausgewählte Themen der Evolutionsforschung präsentieren, vom Ursprung der ersten Protozellen (chemische Evolution) bis zur Eroberung des Festlandes durch die Pflanzen im Silur. Der Eröffnungsvortrag wird am 13.04.2016 vom Vorsitzenden des AK Evolutionsbiologie gehalten und trägt den Titel: „Evolutionstheorien 2016 und der kreationistische Grundtypen-Glaube“ (Link). Da die evangelikale Studiengemeinschaft Wort und Wissen inzwischen einen „Lehrvideo-Kanal“ eröffnet hat, um ihre biblisch inspirierte „Theo-Biologie“ noch geschickter unter das Leservolk zu bringen, ist es notwendig, dieses Thema gleich zu Beginn der Evo-Serie anzusprechen.

Ernst Haeckel 1866“ im Arbeitskreis Evolutionsbiologie

Vor 150 Jahren (1866) hat der Jenaer Biologe Ernst Haeckel (1834 – 1919), damals erst 32 Jahre alt, sein bahnbrechendes zweibändiges Werk „Generelle Morphologie der Organismen“ publiziert. In diesem Buch, welches der Bedeutung von Darwins „Origin of Species“ (1859) gleich kommt, hat Haeckel in Band 2 sein bis heute kontrovers diskutiertes „Biogenetisches Gesetz“ formuliert. Im Original lautet die Kurzform wie folgt: „Die Ontogenesis ist die kurze und schnelle Recapitulation der Phylogenesis“.

In diesem Jahr wird sich der AK Evolutionsbiologie mit der Relevanz dieser inzwischen zur Regel abgestuften Haeckel’schen These beschäftigen und zu diesem Themenkomplex eine Reihe wissenschaftlicher Publikationen veröffentlichen.
Als „Buch zum 150. Jubiläum von Haeckels Meisterwerk“ soll auf die aktuelle Veröffentlichung von U. Hoßfeld: „Geschichte der biologischen Anthropologie in Deutschland“, 2. überarbeitete und aktualisierte Auflage 2016, hingewiesen werden. In diesem ca. 570 Seiten umfassenden Werk werden die Leistungen von Ernst Haeckel in großen Zusammenhängen beschrieben und gewürdigt. Das wissenschaftliche Fachbuch wendet sich an einen breiten Leserkreis, angefangen von Biologen, über Humanwissenschaftler bis hin zu Philosophen und Fachzoologen.

Ernst Heackel (1834 - 1919)

2016


2015

Archivierte News-Meldungen aus dem Jahr 2015.

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20.12.2015
Selbstbefruchtung bei Hermaphroditen: Der Texas-Egel
Vor Weihnachten 2015 ist eine umfassende Publikation zur Systematik und Fortpflanzungsbiologie kalifornischer Süßwasseregel (Helobdella sp.) publiziert worden, in welcher u. a. das Phänomen der Selbstbefruchtung bzgl. aller untersuchter Spezies dieser Gattung dargelegt ist. Die Autoren U. Kutschera und D. A. Weisblat haben zwischen 2009 und 2015 u. a. im Department of Molecular and Cell Biology der University of California (Berkeley, CA, USA) fünf Arten im Detail studiert und hierbei eine Reihe allgemeiner Schlussfolgerungen ziehen können (Kutschera, U., Weisblat, D. A., Theory Biosci. 134, 93 – 104, 2015) (Link zu Hirudinea-Seite). So stellte sich z. B. heraus, dass die von U. Kutschera, H. Langguth, D.-H. Kuo, D. A. Weisblat und M. Shankland beschriebene Art Helobdella austinensis n. sp. (Zoosyst. Evol. 89, 239 – 246, 2013), im Gegensatz zu verwandten Taxa, kein Selbstbefruchter ist. Die zwittrigen Ringelwürmer benötigen ein Partnertier zur sexuellen Fortpflanzung, wodurch das komplexe Phänomen einer Selbst-Begattung bei theoretischen Interpretationen zur Populationsentwicklung (z. B. Artbildungsprozesse) ignoriert werden kann. Aus diesen u. a. Gründen konnte inzwischen der „Texas-Egel“ (H. austinensis) als neuer Modell-Organismus für Evo-Devo-Anneliden-Studien etabliert werden (s. VBiO-Newsmeldung, Link).

20.11.2015
Gender-Ideologie: Analyse einer Juristin und eines Biologen
Die Gender-Diskussion, hervorgerufen durch den hpd-Artikel „U. Kutschera: Universitäre Pseudowissenschaft“ vom 13. April 2015 sowie das rbb-Interview vom 11. Juli 2015 („I. Kahle/U. Kutschera: Gender Mainstreaming: Unfug, Religion, feministische Sekte“) wurde vor einigen Tagen von zwei unabhängigen Personen kompetent und sachkundig weitergeführt. Frau Dr. Monika Frommel, emeritierte Strafrechtsprofessorin der Uni Kiel und Herr Dr. Winfried Köppele, einer der Editoren des Freiburger Laborjournals, haben exzellente Analysen und Einsichten publiziert, die für weitere Diskussionen grundlegend sind. Beide Artikel stehen als PDF zur Verfügung: Frommel, M. (2015) Gender: Plädoyer für postfeministische Forschung (Link) und Köppele, W. (2015) Kommentar zu „Gender Studies“. Glauben statt Wissen (Link).

04.09.2015
Gender Studies auf Spiegel Online
Nachdem ein populäres rbb-Interview, das am 11.07.2015 online gestellt worden ist, immer mehr interessierte Kreise erreicht, hat sich auch der AStA der Universität Kassel diesem Thema angenommen. Wie in der letzten Newsmeldung dargelegt, wurden die Aussagen von U. Kutschera kritisiert und als unakzeptable Diffamierung einer anderen Wissenschaftskultur bezeichnet. Nachdem dann der Beschuldigte in der HNA seine Aussagen verteidigt hat, meldete sich Spiegel Online und ersuchte weiterführende Hintergrundinformationen.
In dem beigefügten Artikel "Professor gegen Genderforschung" (PDF, Link) wird die ganze Angelegenheit aus einer distanzierten Perspektive dargelegt, wobei auch neue Aspekte aufgenommen sind. Der Spiegel-Artikel hat bereits kurz nach seinem Erscheinen zu weiteren positiven Rückmeldungen geführt: Offensichtlich wurde damit ein populäres Thema angesprochen, für das sich viele Menschen in ganz Deutschland interessieren.

31.08.2015
Falsch verstandene Gender-Studies
Am Montag, den 31.08.2015, hat die Tageszeitung „Hessische Allgemeine (HNA)“ Nr. 201, eine Titel-Story „Kampf um Geschlechter tobt an der Uni Kassel – Biologie-Professor feindet Vertreter feministischer Theorien an“ publiziert. Dort wird unter Verweis auf mein rbb-Interview vom 11.07.2015 zunächst die soziologische „Gender-Theorie“ falsch dargestellt (http://www.hna.de/kassel/nord-holland-ort304156/kasseler-professor-feindet-vertreter-feministischer-theorien-5438891.html). So behauptet der Reporter der HNA: „Nach der Geschlechterforschung sind die Rollenzuschreibungen von Mann und Frau nicht allein genetisch bestimmt, sondern werden erst im Laufe eines Lebens kulturell geprägt.“ Das ist sachlich nicht korrekt, die „Gender-Theorie“ ignoriert die biologisch-genetische Grundlage des Menschseins.

In einem zweiten Artikel in der gleichen Ausgabe, Rubrik UniKassel „Biologe sieht ‚Sekte‘ am Werk – Kasseler Professor hat mit Kritik an der Geschlechterforschung große Teile der Uni gegen sich aufgebracht“ wird dieselbe Fehlinformation verbreitet: „An der Uni Kassel hat ein Biologe mit seiner Kritik an Gender-Theorien, wonach die Rollen von Frau und Mann vor allem durch ihre Sozialisation geprägt sind, für Wirbel gesorgt.“ Im Haupttext kann der Leser dann die Wahrheit finden: „Gemäß der Gender-Theorie kommen Menschen als geschlechtsneutrale Unisex-Wesen auf die Welt und werden danach gesellschaftlich in eine männliche bzw. weibliche Richtung geprägt.“

Neben dieser falschen Darstellung der Kernaussage der Gender-Studies wird mir unterstellt, ich würde persönliche Meinungen über das verbreiten, was Männer bzgl. Frauen weltweit bevorzugen und hätte mich über die Partnerwahl von Akademikerinnen beklagt. Zu diesen Punkten ist das Folgende zu sagen: Meine Aussage bzgl. der Partner-Wünsche von Männern und Frauen sind der Fachliteratur entnommen (D. M. Buss: Sex differences in human mate preferences … Behav. Brain. Sci. 12, 1–49, 1989) und im Zusammenhang mit kinderlosen hochqualifizierten Frauen habe ich das bekannte „Hypergamie-Prinzip“ besprochen. Beide Aussagen stellen keine Privatansicht dar, sondern entstammen seriösen wissenschaftlichen Studien.

Da offensichtlich bzgl. der gesamten Gender-Debatte große Verwirrung herrscht, arbeite ich an der folgenden Buch-Publikation: „U. Kutschera: Das Gender-Paradoxon (2016)“. In diesem Sachbuch, Folgetitel zu meiner Monographie „Design-Fehler in der Natur (2013)“, wird die Gender-Ideologie systematisch auf die Thesen des US-Psychologen John Money (1955) zurückgeführt und gegen die geschlechtergerechte Biomedizin abgegrenzt. (PDF-Version dieses Artikels)

(U. Kutschera)

 

05.08.2015
Der Wunderglaube an den Designer-Gott und evolutionäre Ethik
Die Mercator-Matineen in Duisburg sind inzwischen derart gut etabliert, dass auch Themen, die nur einen kleinen Kreis ansprechen, aufgenommen werden können. Am 29.06.2015 fand eine derartige Veranstaltung statt, bei der es um die Frage ging, ob die Lebewesen intelligent designt sind oder als Produkte einer planlosen Evolution interpretiert werden müssen. In der anschließenden Diskussion, die kein Ende fand, wurde dem Referenten U. Kutschera von einer Dame vorgeworfen, er würde zu deutliche Worte sprechen, z. B. bzgl. der Tatsache, dass die Ehefrau von Charles Darwin nach dem Tod ihres Mannes jene Passagen seiner Autobiographie entfernt hat, die sich gegen den christlichen Glauben gewandt haben. Erst später wurde von Sohn Francis die Original-Autobiographie wieder hergestellt. Des Weiteren ging es in der ausführlichen öffentlichen Diskussion, die im Rahmen eines Medienberichtes dokumentiert ist (Link, PDF), um die evolutionäre Ethik. Dieses Thema ist im letzten Kapitel der 4. Auflage des Lehrbuchs Evolutionsbiologie ausführlich dargelegt - mit einer Diskussion der Frage, ob Schimpansen als zweite Menschenart klassifiziert werden sollten (Link zum hpd Beitrag "Kein Platz für einen Schöpfergott").

 

30.07.2015
Gender-Kritik im Internet-Radio KingFM und im Cicero 08/2015
Am Freitag, den 17. Juli 2015, wurde im Rahmen der KingFM-Radioshow der Journalistin Birgit Kelle ein 30-minütiges Interview „Evolutionsbiologie meets Gendergaga“ gesendet. In dieser Diskussion wird, über das bekannte rbb-Gespräch von I. Kahle und U. Kutschera hinaus dargelegt, warum die „Gender Studies“ unwissenschaftlich sind, jedoch als Glaubenskonstrukt klassifiziert werden können. Die Radioshow wird demnächst über einen Link frei zugänglich sein. http://www.kingfm.net/2015/07/birgit-kelle-evolutionsbiologie-meets-gendergaga/ 
In dem renommierten Journal Cicero - Magazin für Politische Kultur, Ausgabe August 2015, ist ein von Alexander Kissler verfasster Portrait-Artikel erschienen. Überschrift „Auf den Barrikaden – Der Biologe Ulrich Kutschera schrieb ein Standardwerk über die Entstehung der Arten. Er kam dabei zur Erkenntnis: Die Gender-Theorie widerspricht der Evolutionsforschung“. In diesem illustrierten Essay, der auf einem Gespräch von A. Kissler und U. Kutschera im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel basiert, werden Details zur Strategie des streitbaren Evolutionsbiologen dargelegt und weitere Argumente gegen die Gender-Ideologie zu Protokoll gegeben.
Fazit von U. Kutschera: Wir werden die Genderisierung aller Lebensbereiche Deutschlands wahrscheinlich nicht mehr aufhalten können, aber Wiederstand leisten und die Fakten benennen gehört zu den Aufgaben jedes aufrichtigen Naturwissenschaftlers.
Der Cicero-Beitrag wird voraussichtlich in ca. 3 Monaten als Online-Dokument verfügbar sein. http://www.cicero.de/

 

13.07.2015
Gender Mainstreaming im Kreuzverhör
Am Samstag den 11.07.2015 veröffentlichte das Inforadio rbb-Berlin-Brandenburg im Rahmen der Sendung „Zwölfzweiundzwanzig“ ein Interview mit U. Kutschera zum Thema Gender-Forschung. Der Journalist Ingo Kahle, Berlin, stellte dem Diskussionspartner einige provozierende Fragen, die er u. a. einem aktuellen FAZ-Artikel zum Thema Gender im Schulunterricht entnommen hatte.
Da es sich um eine Live-Diskussion handelte, wurde nichts retuschiert oder geschnitten. Alle Aussagen des Interview-Partners U. Kutschera können durch Fachliteratur-Stellen  belegt werden und stellen nicht die subjektive Meinung eines Einzelnen dar. Neben zahlreichen positiven Rückmeldungen, z.B: „Herzlichen Dank für diese wundervolle Sendung, … die Sendung gestern … hat für mich Potential für die Ausgabe des Jahres“, gab es auch Kritik. Insbesondere der Biologismus-Vorwurf wurde wiederholt erhoben. Da die Biologie jedoch keine Ideologie, sondern als ergebnisoffene Wissenschaft, Life-Science genannt, die wichtigste zukunftsweisende Forschungsrichtungsrichtung darstellt, kann dieser Vorwurf nicht als ernst zu nehmende Kritik akzeptiert werden.
Der Text und das Interview sind nachfolgend beigefügt (PDF, mp3).

 

27.05.2015
Der mexikanische Axolotl: Superstar der EvoDevo-Forschung
Der berühmte Forschungsreisende Alexander von Humboldt untersuchte als einer der ersten Biologen seltsame, südamerikanische Wasser-Monster, die in der Wissenschaft unter dem Speziesnamen Ambystoma mexicanum bekannt geworden sind. Die Axolotl-Forschung hat tiefe Einblicke in die Abstammung der Landwirbeltiere erbracht und ist u. a. in der Neuauflage des Lehrbuchs Evolutionsbiologie 2015 ausführlich dargestellt (http://www.utb-shop.de/autoren/kutschera-ulrich/evolutionsbiologie-2505.html). In einer Original-Veröffentlichung haben die Jenaer Biologen Prof. Uwe Hoßfeld und Mitarbeiter die Geschichte der Axolotl-Forschung, über 150 Jahre hinweg, zusammenfassend dargestellt. In diesem interessanten Beitrag werden die verschiedensten Aspekte der Wassermonster-Studien seit 1864 anschaulich zusammengefasst (http://www.uni-jena.de/Forschungsmeldungen/FM150508_Axolotl.htm).  

 

26.05.2015
Die Gott-lose Evolution und ihre Antriebskräfte
Auf der neu gestalteten Internetseite der Richard Dawkins Foundation, Deutschland (RDFD), ist ein Interview zum Lehrbuch Evolutionsbiologie 2015 erschienen.
In diesen Ausführungen wird dargelegt, welche Inhalte neu sind und warum die Evolutionsbiologie als Schlüsselwissenschaft des 21. Jahrhunderts bezeichnet werden kann. Weiterhin wird auf Aktivitäten der Giordano Bruno Stiftung bzw. die Evokids-Kampagne verwiesen, die einen wichtigen Beitrag dazu leisten sollen, die Evolutionswissenschaften einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu  machen.

 

22.05.2015
Richard Dawkins-Foundation Deutschland 2015 in neuem Format
Am 21. Mai 2015 hat die Richard Dawkins Foundation für Vernunft & Wissenschaft-Deutschland e. V. (RDF-D) den Physiologen und Evolutionsbiologen Prof. U. Kutschera (Universität Kassel/Stanford, USA) zum neuen wiss. Vorsitzenden ernannt. Die RDF-D ist ein Ableger der in Washington, USA, angesiedelten englischen Organisation (Link). Ab sofort werden die Projekte des Arbeitskreises (AK) Evolutionsbiologie in Kooperation mit der RDF-D durchgeführt. Auf der neu gestalteten Webpage der RDF soll eine Rubrik zum Kreationismus eingerichtete werden, wobei auch die geistesverwandte Gender-Ideologie inhaltlich analysiert werden soll. Behauptungen, die der Vernunft und den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen bzw. irrationale Strömungen in Deutschland unterstützen, sind Schwerpunkt-Themen der RDF-D & AK Evobio-Kooperation.

 

15.05.2015
Richard Dawkins Foundation kooperiert mit AK Evolutionsbiologie
Die im Jahr 2006 gegründete „Richard Dawkins-Foundation for Reason & Science“ (RDF) vermittelt Faktenwissen im Bereich Naturwissenschaften/religiöser Glaube, wobei eine kritische Position gegenüber irrationaler Annahmen vertreten wird. Seit einiger Zeit gibt es auch verschiedene Unter-Seiten in anderen Sprachen, so z. B. die in Deutschland betriebene Webpage „Richard Dawkins Foundation für Vernunft und Wissenschaft“. Auf Anregung der Managerin der RDF Deutschland, Frau Ramona Wagner (Kaiserslautern) (http://de.richarddawkins.net/), kooperiert der AK Evolutionsbiologie seit April 2015 mit dieser Organisation.

Als erstes Projekt wurde das Original-AAAS 2015-Interview zum Thema „Kreationismus in Deutschland“ auf der US-Page der RDF publiziert (https://richarddawkins.net/2015/04/ulrich-kutschera-evolutionary-biologist/). Dieser Beitrag wurde daraufhin ins Deutsche übersetzt und auf der nationalen RDF-Seite einem weiteren Leserkreis zugänglich gemacht. Unter dem Titel „Kreationistische Ideologie contra Evolution“ (http://de.richarddawkins.net/foundation_articles/2015/5/7/kreationistische-ideologie-contra-evolution#) hat der religionskritische Beitrag inzwischen eine Reichweite von 12.000 Lesern erreicht. Die Kooperation des AK Evolutionsbiologie mit der RDF Deutschland wird fortgeführt.

 

28.04.2015
Lehrbuch U. Kutschera – Evolutionsbiologie, 4. A. 2015, bei UTB erschienen
Nach einer mehrjährigen Bearbeitungszeit der ins Russische und Portugiesische übersetzten 3. Auflage 2008 des Lehrbuchs Evolutionsbiologie, wird in dieser Woche von der Verlagsgesellschaft UTB (E. Ulmer) die Neuauflage 2015 ausgeliefert. Das vollständig überarbeitete Lehrbuch, 382 Druckseiten umfassend, enthält grundlegend neue Fakten zur Stammesentwicklung der Organismen, von den Bakterien über die Algen, Pflanzen, Tiere und Menschen, und deren Antriebskräfte. Da sich humanbiologische Aspekte (Biospezies Homo sapiens) durch das gesamte Lehrwerk ziehen, ist das Buch nicht nur für Biologen konzipiert, sondern spricht auch andere Zielgruppen an, so z. B. Mediziner, Psychologen und Theologen. Bei UTB wurde eine Autoren-Seite eingerichtet: http://www.utb-shop.de/autoren-1/kutschera-ulrich/evolutionsbiologie-2.html

22.04.2015
Genderisten und Kreationisten protestieren gegen U. Kutschera
Nachdem am 13. April 2015 der hpd einen Kommentar mit dem Titel „Universitäre Pseudowissenschaft“ publiziert hatte, gab es Proteste von zwei Seiten:
Zum einen haben sich Humanisten, die der Genderismus-Ideologie nahestehen beschwert, und diesen Beitrag als nicht der hpd-Linie entsprechend kritisiert. Die Redaktion hat sich daraufhin entschlossen, die Publikation des kontroversen Artikels rückgängig zu machen, der hier zur Verfügung steht (PDF). Man möchte sich in Zukunft mit der Genderismus-Problematik auseinandersetzen, was eine akzeptable Strategie und Lösung der „U. Kutschera-/hpd-Kontroverse“ ist.
Zeitgleich hat sich die evangelikale Studiengemeinschaft Wort und Wissen (W+W) bei der Journalistin Nala Rogers (UC Santa Cruz, USA) darüber beschwert, dass U. Kutschera im Interview einige Dinge nicht korrekt dargestellt hätte. So wurde z. B. von R. Junker behauptet, S. Scherer wäre kein Gründungsmitglied der W+W-Sekte gewesen und R. Junker würde die Bibel nicht so wörtlich nehmen, wie im Interview dargestellt. Weiterhin sagte R. Junker, sein Kollege S. Scherer hätte niemals die TU München (Internetseite) dazu benutzt, W+W-Thesen zu verbreiten: Am heutigen Tag (22.04.2015) sind in der Scherer-Rubrik „Taxonomy and evolution“ unter den Nummern 1., 21. die „erschaffenen Grundtypen“ dargestellt; Artikel, veröffentlicht im W+W-Sektenblatt „Studium Integrale Journal“, sind als wiss. Publikationen ausgewiesen (z. B. Nr. 27 und 33): Ein unakzeptabler Missbrauch universitärer Einrichtungen zur Verbreitung christlich-fundamentalistischer Glaubensinhalte.
Nachdem der Chefredakteur des US Science Communication Programs die von U. Kutschera eingebrachten Gegenargumente überprüft hat, ist am 21.04.2015 eine geringfügig korrigierte Version des Interviews N. Rogers/U. Kutschera veröffentlicht worden (PDF): Im ersten Abschnitt der nachgebesserten Version wurde ein Satz verändert, alles andere ist so geblieben wie in der Urversion vom 07. April 2015 (daher wurde das alte Datum unverändert abgedruckt).

14.04.2015
Grundtypen-Kreationismus und Genderismus auf dem AAAS-Meeting in Kalifornien 2015
Am Freitag, den 13. Februar 2015, veranstaltete das US National Center for Science Education (Oakland, CA) gemeinsam mit Autoren des Sammelbands „Creationism in Europe“  (Johns Hopkins University Press, 2014) (U. Kutschera, S. Blancke und P. C. Kjaergaard) auf dem AAAS Annual Meeting in San Jose, CA, USA, ein Symposium zum Thema der aktuellen Monographie. In diesem Zusammenhang wurde neben dem biblischen Schöpfungsglauben, wie er insbesondere von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen verbreitet wird, auch der Genderismus thematisiert. In einem hpd-Artikel mit dem Titel „Universitäre Pseudowissenschaft“ (http://hpd.de/artikel/11566) sind Details dargestellt. Weiterhin soll auf das ausführliche Interview der US-Journalistin Nala Rogers mit dem Vorsitzenden des AK Evolutionsbiologie verwiesen werden (http://scicom.ucsc.edu/publications/QandA/2015/kutschera.html).

30.03.2015
Glaubenssachen bei 3sat / ZDFKultur
Nachdem am letzten Donnerstag (26.03.2015) eine kontroverse Live-Diskussion im Rahmen der Gert Scobel-Sendung „Glaubenssache - Was Glauben heute bedeutet“ ausgestrahlt worden ist, wurde der Evolutionsbiologe U. Kutschera heftig kritisiert. In zahlreichen E-Mails wurde der Glaube mit dem Wissen auf eine Stufe gestellt.
In einem hpd-Kommentar wird dieser Sachverhalt klargestellt (PDF).

27.03.2015
3sat-Themenwoche „Woran glaubst du?“
Der Journalist Gert Scobel greift in seiner Donnerstagabend-Sendung regelmäßig aktuelle Wissenschaftsthemen auf. Am 26.03.2015 veranstaltete er eine durch Kurzfilme illustrierte Diskussionssendung, an der die Geisteswissenschaftler Prof. Detlef Pollack und Prof. Volker Gerhardt sowie der Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera eingeladen worden sind.
Die lebhafte Live-Diskussion führte zu kontroversen Auseinandersetzungen bezüglich der Frage, ob man Glaube und Wissen vermengen kann oder trennen sollte. Die Vorstellung der Kandidaten sowie ein kompletter Mitschnitt der Sendung sind über die Links in der 3sat Mediathek abrufbar (scobel: GlaubenssacheGäste der Sendung).  

05.02.2015
Kreationismus und Genderismus in Deutschland
Am Freitag, den 13. Februar 2015, wird auf dem AAAS 2015 Annual Meeting in San Jose, Kalifornien, USA, ein Symposium zum Thema „Creationism in Europe“ stattfinden. Als eingeladener Redner ist u. a. der Vorsitzende des AK Evolutionsbiologie (U. Kutschera) vorgesehen. Wie aus dem beigefügten Abstract (PDF), mit dem Logo des AK versehen, hervorgeht, wird u. a. die Problematik kreationistischer Unterwanderungen des Biologieunterrichts an Deutschen Bekenntnisschulen thematisiert. Weiterhin wird im Rahmen dieses öffentlichen, von einer internationalen Pressekonferenz begleiteten Vortrages, auch das Thema „Genderismus“ angesprochen. Diese „Anti-Darwin-Ideologie“ basiert auf der irrtümlichen Annahme, es gäbe zwischen Jungen (Männern) und Mädchen (Frauen) keine biologischen Unterschiede – all das sei ein „soziales Konstrukt“. Diese pseudowissenschaftliche deutsche Biopolitik widerspricht den Erkenntnissen evolutionsbiologischer Forschungen und soll daher, im Vergleich zum Kreationismus, kurz angesprochen werden.

03.02.2015
Zum 10. Todestag von Ernst Mayr
Heute vor 10 Jahren, 3. Februar 2005, ist der in Deutschland aufgewachsen und ausgebildete US-Evolutionsbiologe Ernst Mayr in seinem Alterswohnsitz in Cambridge/Massachusetts gestorben. Mayr war bis zu seinem Tod Professor Emeritus an der Harvard University und hat in dieser Funktion nach dem 90. Geburtstag noch fünf Bücher publiziert. Der Arbeitskreis Evolutionsbiologie konnte 2002, u. a. auf Anregung von Mayr, gegründet werden – der US-Biologe wurde nach Nominierung durch den damaligen Vizepräsidenten des Verbands Deutscher Biologen (vdbiol), U. Kutschera, zum Ehrenmitglied dieser Biologenvereinigung ernannt.
Der humanistische Pressedienst hat aus diesem Anlass heute unter der Rubrik „Kalenderblatt“ einen kurzen Gedenkbeitrag publiziert (Link). Weiterhin soll Mayrs Verhältnis zum evolutionären Humanismus in einem unabhängigen Beitrag dargelegt werden.

29.01.2015
Der grüne Darwinismus
Nur Spezialisten wissen, dass Charles Darwin (wie auch A. R. Wallace) einen Großteil seiner wissenschaftlichen Bemühungen der Erforschung des Pflanzenlebens gewidmet hat. Darwin hat sich immer wieder als Physiologe definiert und war insbesondere an der Reizwahrnehmung und dem Bewegungsverhalten der Nutzpflanzen interessiert. Seine zahlreichen Veröffentlichungen zu diesem Themenbereich, insbesondere sein Buch über die Bewegungsvorgänge der Pflanzen, haben dazu geführt, dass er mit dem deutschen Botaniker Julius Sachs (1832-1897) einen regen Briefwechsel geführt hat. In einem aktuellen Lehr-Video in der Serie „Evolution ist überall“ wird die Thematik „Pflanzen-Esoterik und Wunderglaube“ behandelt, wobei der wenig bekannte Begründer der experimentellen Pflanzenphysiologie, Julius Sachs, vorgestellt wird. Mit diesem Film soll das Julius-Sachs-2015-Jahr eröffnet werden (Link zum hpd-Artikel, Link zum YouTube-Video).

20.01.2015
Kooperation AK Evolutionsbiologie mit der Vereinigung AG EvoBio - Leihmutterschaft
Die seit einigen Jahren mit Erfolg aktive AG EvoBio – Evolution in Biologie, Kultur und Gesellschaft, verfolgt ähnliche Ziele wie der 2002 gegründete Arbeitskreis. Da sich die Vorsitzenden seit längerer Zeit kennen und immer wieder Gedankenaustausche pflegten, wurde beschlossen, ab Januar 2015 eine Kooperation einzugehen.
Zum Einstieg soll mit dieser Meldung das für „Kultur und Gesellschaft“ relevante Problem der „Leihmutterschaft“ thematisiert werden. Im Dezember 2014 war das Thema in den Medien aktuell und wurde dort diskutiert. Da biologische Aspekte unberücksichtigt geblieben sind, wurde der Vorsitzende des AK Evolutionsbiologie (U. Kutschera) gebeten, eine wiss. fundierte Stellungnahme für den hpd zu verfassen.
Nachdem das Manuskript mit dem Titel „Leihmutterschaft: Frauenfeindliche Menschenzucht“ von der hpd-Redaktion als informativ und veröffentlichungswürdig beurteilt worden ist, wurde dieses illustrierte Dokument am 08. Januar 2015 online publiziert. Wie zu erwarten war, sind die Gegner dieser evolutionsbiologischen Fakten nicht bereit gewesen, auf wiss. Inhalte einzugehen, sondern haben diesen Artikel rein weltanschaulich-politisch bewertet. Der inzwischen in der Rubrik „Weismann-Papers“ aufgenommene Kommentar soll hiermit über den AK Evolutionsbiologie verbreitet werden.

06.01.2015
Weismann-Würdigungen in drei Sprachen
Zum Ende des „Weismann-Jahrs 2014“ sind drei Würdigungen des Begründers der Neodarwin‘schen Theorie erschienen: Ein Beitrag in englischer Sprache, in welchem das Thema „Wissenschaft kontra Ideologie“ thematisiert ist, ein biografischer deutscher Artikel in der BIUZ sowie ein in tschechischer Sprache verfasster Kommentar mit dem Schwerpunkt auf Weismanns Erkenntnisse zur Vererbung. Mit diesen drei Veröffentlichungen beschließt der AK Evolutionsbiologie seine Erinnerungen an den Freiburger Biologen. Weiterhin ist dieser Sammlung von „Weismann-Papers“ ein am 5. November 2014 erschienener hpd-Kommentar zum 100. Todestag beigefügt (s. Literatur: Weismann-Papers).

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2014

Archivierte News-Meldungen aus dem Jahr 2014.

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10.12.2014
Neues Lehrvideo -- Sauerstoff als lebenserhaltendes Todesgas
In einem neuen Lehrvideo zum Thema „Das Sauerstoffparadoxon“ ist ein wenig bekanntes „Design-Problem“ dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage nach einer  „göttlichenPlanung in der Natur“, mit Verweis auf die „Intelligen Design-Perspektive“, diskutiert. Das Video wurde über den hpd verbreitet (http://hpd.de/artikel/10730).    

25.11.2014
Monographie Creationism in Europe erschienen.
Im US-Verlag John Hopkins University Press ist vor einigen Wochen nach zweijähriger Vorbereitungsphase eine Monographie zum Kreationismus in Europa erschienen. In dem Sammelband, der auf eine Tagung zum selben Thema zurückgeht, werden die Länder Europas bzgl. der jeweiligen Verbreitung christlich-fundamentalistischer Thesen mit Bezug zur Evolution der Organismen (Kreationismus) vorgestellt. Das Kapitel 6, Germany, wurde in einem hpd-Interview kommentiert, wobei sich die beantworteten Fragen auch auf die Positionen beider deutscher Amtskirchen beziehen.

13.11.2014
Webpage Evolutionslehrbuch.com in neuem Design
Die seit einigen Jahren bestehende Internet-Info-Seite zum Lehrbuch Evolutionsbiologie von U. Kutschera wurde kürzlich neu gestaltet. Auf der neuen Webpage sind die aktuellen Buchpublikationen und weitere Informationen zu finden. Die neue Webpage wird selbstverständlich in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

05.11.2014
Zum 100. Todestag von August Weismann
Heute, vor einhundert Jahren (5. Nov. 1914), ist der Zoologe und Evolutionstheoretiker August Weismann (1834-1914) in Freiburg im Breisgau gestorben. Ein Nachruf auf den Begründer der Neodarwin’schen Theorie der Biologischen Evolution wurde vom humanistischen Pressedienst veröffentlicht (http://hpd.de/artikel/10455).

03.11.2014
Ein halbes Jahrhundert Zickzack mit Darwin-Öffentliches Symposium Jena
Vom 18. bis 20. November 2014 findet in Jena eine öffentliche Tagung zum Thema Evolution-Informatik statt, die Darwin und Haeckel im Logo trägt (PDF). Details zu den Vorträgen sind im Flyer (PDF) nachlesbar.
Ort: JenTower,Großer Tagungsraum, 29, Leutragraben1, Jena.
Aktuelle Informationen und Downloads: evolutionsstrategien.tumblr.com

22.08.2014
Flagellen-Bildung im Labor erforscht
Im „evolutionskritischen Lehrbuch“ von R. Junker und S. Scherer (3. Auflagen 2013) wird ausführlich die Entstehung „der Bakterienflagelle“, auch als „komplexe molekulare Maschine“ bezeichnet, diskutiert (http://hpd.de/node/18631). Die Autoren gehen irrtümlicherweise davon aus, Bakterien wären grundsätzlich mit einer Flagelle ausgestattet. Auf S. 331 wird der Nano-Motor des E. coli Bakteriums mit der biblischen Lehre von Schöpfung und Sündenfall diskutiert, wobei das Design-Argument thematisiert wird. Eine aktuelle Forschungsarbeit (PDF) zeigt jedoch, dass weit verbreitete Bakterien, ohne Flagelle, in einem Biofilm existieren (z. B. auf Blattoberflächen, als Zahnbelag usw.). Diese Experimente zeigen darüber hinaus, dass man die Flagellen-Ausbildung im Labor beobachten und analysieren kann, ohne einen intelligenten Designer-Gott zu bemühen.

12.08.2014
Streitpunkt Evolution – ein kritisches Lehrbuch
Nachdem im April 2014 das deutschsprachige Fachjournal Naturwissenschaftliche Rundschau (NR) eine kritische Rezension des „Kritischen Evolutionslehrbuchs“ der Wort und Wissen-Mitglieder R. Junker und S. Scherer veröffentlicht hat (NR 4/2014, S. 181), hat sich der Rezensent U. Kutschera einverstanden erklärt, eine Gegendarstellung des Vorsitzenden von W+W, H. Ullrich, zu kommentieren. In der aktuellen Ausgabe der NR sind zwei Beiträge nacheinander abgedruckt: Die kritische Stellungnahme von W+W sowie eine Gegendarstellung aus dem AK Evolutionsbiologie. Die beiden Streitschriften sind mit Genehmigung des Verlags online verfügbar.

17.06.2014
Charles Darwin und Alfred Russel Wallace: Schriften zur Evolution
Nachdem der französische Biologe Jean Lamarck die Artentransformation als Alternative zum Schöpfungsglauben etabliert hatte (1809), dauerte es noch nahezu 50 Jahre, bis Darwin und Wallace (1858) mit der zweifach unabhängigen Entdeckung der natürlichen Selektion einen überprüfbaren Mechanismus publiziert haben. In diesem Band in der Reihe „Klassische Texte der Wissenschaft“ sind die Originalarbeiten von Darwin und Wallace sowie weitere frühe Schriften und neuere Entwicklungen, einschließlich dem Kreationismus, abgehandelt. Der Band ist jedem zu empfehlen, der sich für die Entwicklung des Evolutionsgedankens interessiert (Blick aufs Cover).

10.06.2014
Rückblick auf das Wallace-Jahr 2013: Der Urvater der Naturschutzbewegung
Obwohl Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) als Autodidakt und ohne Uni-Studium neben Charles Darwin zum wichtigsten Biologen des 19. Jahrhunderts aufsteigen konnte, steht er, bedingt durch sein fehlendes „Vitamin B“ noch immer im Schatten des berühmteren Cambridge-Akademikers. In der aktuellen Ausgabe des Museums-Journals Rudolstädter naturhistorische Schriften sind im Juni 2014 zwei Beiträge zu Wallace erschienen. Zum einen eine biologiehistorische Analyse, in der Wallace u. a. als Mitbegründer der Naturschutzbewegung gewürdigt wird (U. Kutschera 2014) und zum anderen eine umfangreiche Rezension zu den beiden deutschsprachigen Wallace-Büchern 2013 (U. Hossfeld 2014). Beide Artikel sind unter der Rubrik „Wallace-Papers“ archiviert.

03.06.2014
Weismann’s Neodarwinismus und das Individuum
Der vor 100 Jahren verstorbene Evolutionsforscher und Zoologe August Weismann (1834—1914) hat mit seiner Keimbahn-Soma- Differenzierung die von Darwin und Wallace etablierte Selektionstheorie reformiert. Wie aus einem evolutionsbiologischen Fachbeitrag von K. J. Niklas und U. Kutschera, 2014 hervorgeht, hatte Weismann mit seinen Thesen bzgl. der Tiere recht, aber bei Pflanzen, Protisten und Bakterien gibt es keine Keimbahn. Die Autoren legen u.a. dar, dass z. B. bei Mikroben, die in Biofilmen leben, Gruppen von Einzelorganismen die Zielscheibe der Selektion sein können und  diskutieren die Bedeutung der Rolle des Individuums auf Grundlage neuester Erkenntnisse (Erweiterung der Synthetischen Theorie der biologischen Evolution).

16.05.2014
Kritische Rezension des kritischen Junker-Scherer-Buchs-7. A. 2013
Der Evolutionsforscher August Weismann (1834—1914) war einer der Ersten, der die Stammesentwicklung der Organismen als Tatsache interpretiert hat, aber noch 2013 sah man das bei Wort und Wissen anders—In der 7. Auflage des sogenannten „Kritischen Lehrbuchs zur Evolution“ werden geglaubte erschaffene Grundtypen als „Alternative“ dargestellt. In der aktuellen, beigefügten Rezension von U. Kutschera, publiziert in der Naturwissenschaftlichen Rundschau 4, 2014,werden die Argumentations-Strategien und Irrtümer der Schwarzwälder Theo-Biologen offengelegt (PDF).

25.04.2014
Weismanns Neo-Darwinismus und der Erste Weltkrieg
Das US-National Center for Science Education, NCSE, in Oakland-California,USA, publiziert seit diesem Jahr eine Interview-Serie zum Thema „Erster Weltkrieg und Kreationismus-Debatte“. In Teil 6 wurde der Evolutionsbiologe U. Kutschera zum Thema “Neodarwinismus-Weismann- Kreationismus“ befragt. Der Beitrag wurde bereits von einem US- Evolutionsgegner kritisch kommentiert.
Link: http://ncse.com/blog/2014/04/what-if-world-war-i-creationism-evolution-controversy-part-6-0015505

17.03.2014
Die Kompromissformel der Natur
Der Internet-Fernsehsender Nexworld TV, bei dem zahlende Kunden Themenvorschläge machen können, hat am 14. März 2014 den Doku-Film "Die Kompromissformel der Natur" veröffentlicht. In einer reichlich illustrierten Diskussion mit dem Physiologen und Evolutionsforscher U. Kutschera wird verdeutlicht, dass es in der Natur keine fehlerlosen Organismen gibt - von den Bakterien über die Pflanzen bis zum Menschen sind immer nur Kompromisswesen entstanden, ohne göttlichen Plan und intelligentes Design. Fazit: Die Evolution bringt keine perfekten Lebewesen hervor, wie z. B. Charles Darwin irrtümlicherweise noch angenommen hat.
Link: http://www.nexworld.tv/talk-shows/gegen-den-strom/story/news/die-kompromissformel-der-natur/ 

28.02.2014
Biologia Evolutiva
Das Buch "Evolutionsbiologie" von Ulrich Kutschera ist nun auch auch in portugiesischer Übersetzung in limitierter Auflage erhältlich.
Link: http://www.pglingua.org/noticias/publicacoes/6058-carlos-garrido-pub

14.02.2014
Spiritismus und Naturwissenschaft
Der Internet-Fernsehsender nexworld.TV veröffentlicht Reportagen zu Themen, die von seinen zahlenden Kunden vorgeschlagen werden. Nachdem einige Beiträge aus dem Esoterik-Bereich abgehandelt worden sind (z. B. Homöopathie, leider unkritisch), wurde 2013 beschlossen, von nun an eine Serie wissenschaftlich fundierter Dokumentationen zu produzieren. Unter dem Titel „Gegen den Strom - Wissensdebatten“ ist im Februar 2014 eine erste Reihe, zum Thema „Spiritismus und Naturwissenschaft“, mit Bezug zu Leben und Werk des britischen Evolutionsforschers Alfred Russel Wallace (1823-1913) eröffnet worden. Weitere derartige Info-Filme sind in Vorbereitung.
Link: http://www.nexworld.tv/talk-shows/gegen-den-strom/story/news/spiritismus-und-naturwissenschaft/

22.01.2014
Homosexualität und Evolution - neueste Fakten
In den Medien liest man immer wieder, dass es im Tierreich, von den Käfern bis zu den Schimpansen, häufig homosexuelle Individuen gibt. In einem Interview mit dem Humanistischen Pressedienst, (hpd) hat der erste Vorsitzende des AK Evolutionsbiologie, Prof. U. Kutschera, zu diesem kontroversen Thema Stellung bezogen (Link). Mit Verweis auf August Weismanns Thesen, Kutscheras eigene Forschungen zur sexuellen Fortpflanzung bei Ringelwürmern, und den aktuellsten Resultaten zu den Bonobos und Insekten legt der Biologe die Fakten dar. Schlussfolgerung: Homoerotisch veranlagte Tiere sind eine Seltenheit, eine Übertragung dieser „animalischen“ Verhaltensweisen auf den Menschen unsinnig.

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2013

Archivierte News-Meldungen aus dem Jahr 2013.

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13.12.2013
Atheistisches Aufklärungsbuch "Designfehler in der Natur" ausverkauft
- Ergänzte Version erscheint Anfang 2014.
Das Buch zum Wallace-Jahr 2013 steht vor Weihnachten vor dem Ausverkauf. Der Verlag hat daher den Autor U. Kutschera gebeten, einen ergänzten-verbesserten Nachdruck vorzubereiten, der in Kürze erscheinen wird (
s. Cover). Es wird  u.a. hervorgehoben, dass die "erschaffenen Grundtypen" der Sg Wort und Wissen als Glaubensbekenntnis von zentraler Bedeutung sind, weil diese auf die "Arche Noah" gepasst haben sollen-- gemäß der  Pseudobiologie der süddeutschen Junge-Erde-Intelligent-Design-Sekte W +W.
Ein aktuelles
Lehr-Video, als Kommentar zur 7. Auflage des kreationistischen Schulbuchs von R. Junker und S. Scherer 2013 produziert, ergänzt die Neufassung des Aufklärungsbuchs zum beginnenden "Weismann-Jahr2014".

22.11.2013
Evokids-Kongress „Evolution in der Grundschule“
Kinder sollten bereits in der Grundschule die Prinzipien der Evolution kennenlernen. Um diesem Ziel näher zu kommen, lädt das Institut für Biologiedidaktik der Universität Gießen Lehrerinnen und Lehrer, interessierte Eltern, Bildungspolitiker und Studierende zum Kongress „Evolution in der Grundschule“ ein. Referenten der offenen Tagung, die vom 30. November bis zum 1. Dezember 2013 an der Universität Gießen stattfinden wird, sind u.a. der Biologiedidaktiker Dittmar Graf, der Primatologe Volker Sommer, die Evolutionsbiologen Thomas Junker, Ulrich Kutschera und Sabine Paul sowie die Philosophen Eckart Voland und Michael Schmidt-Salomon.

Weitere Informationen: http://www.evokids.de/kongress.html, auf der gbs-Homepage, auf der hpd-Homepage

04.11.2013
Springer-Pressemitteilung zum 100. Todestag von Alfred R. Wallace, 07.November 2013
Sonderheft der Fachzeitschrift Theory in Biosciences würdigt den britischen Naturforscher, oft überschattet von Charles Darwin
Unter dem Titel „Alfred Russel Wallace (1923-1913): The man in the shadow of Charles Darwin” bringt Springer ein Sonderheft seines Fachjournals Theory in Biosciences heraus. Damit gedenkt der Wissenschaftsverlag des 100. Todestages des Forschers am 7. November 1913. Alfred R. Wallace war einer der führenden Evolutionstheoretiker des 19. Jahrhunderts. Gastherausgeber des Sonderhefts sind Dr. Ulrich Kutschera (Mitglied des Herausgebergremiums) von der Universität Kassel und Dr. Uwe Hossfeld von der Universität Jena. Alle Artikel dieser Sonderausgabe stehen bis zum 31. Dezember 2013 kostenlos auf der Online Informationsplattform von Springer (www.link.springer.com) zur Verfügung.
Alfred Russel Wallace war ein britischer Naturforscher, Entdecker, Geograph und Biologe. Obwohl er der Mitbegründer des „darwinistischen“ Prinzips der natürlichen Auslese war, gehört er zu den vergessenen Wissenschaftlern der Evolutionsbiologie. Wallace betrieb, von Neugier getrieben, ausführliche Feldforschungen im Amazonasbecken und in Südostasien. Er veröffentlichte 22 Bücher mit einer Vielfalt an Themen und war alleiniger Autor von mehr als 700 Artikeln.
Professor Kutschera sagt: „Heute, ein Jahrhundert später, ist Alfred Russel Wallace nicht nur als ʻ zweiter Entdecker der natürlichen Auslese ʼ anerkannt, sondern auch als Mitbegründer der Biogeografie, der Erforschung der Artenvielfalt und der Astrobiologie. In diesem Sonderheft Theory of Biosciences, präsentieren Uwe Hossfeld und ich acht Originalartikel, die das facettenreiche Interesse dieses großen Wissenschaftlers wiederspiegeln.“

Pressemitteilung: deutsche Version, englische Version (mit Link zu den Artikeln)

01.10.2013
Studiengemeinschaft Wort und Wissen kritisiert Design-Fehler in der Natur
Am 30. September 2013 hat der derzeitige Vorsitzende der Sg W+W, der Mediziner H. Ullrich, eine vernichtende Rezension zum Buch „U. Kutschera: Design-Fehler in der Natur“ veröffentlicht. Der bibeltreue Christ erkennt an, dass in dem Buch zum Wallace-Jahr 2013 spannende Ansatzpunkte zu finden sind und beendet seine Besprechung mit der Bemerkung, dass das Leben und Werk von Wallace umfassend dargestellt ist. Leider ignoriert Ullrich die neuen Argumente gegen ein „Intelligentes Design“, welches mit biblischer Dogmatik begründbar sein soll. So wird z. B. das gesamte Kapitel über die Sauerstoffradikale (d. h. das O2-Paradoxon) und andere Beispiele für Fehlplanungen im Tier- und Pflanzenreich ohne Kommentar als belanglos abgetan. Diese Taktik der Fakten-Ignorierung passt in das bewährte Muster von W+W: Die bibeltreuen „Theo-Biologen“ akzeptieren Tatsachen aus der Evolutionsforschung, welche ihr biblisches Weltbild untermauern und ignorieren bzw. kritisieren/verdrehen jene Fakten, die ihren Glauben an den „Designer-Gott“ ad absurdum führen.

Als Autor des Buchs habe ich allerdings Verständnis dafür, dass der Vorsitzende H. Ullrich sich an meinen teilweise recht drastischen Vergleichen stört und entsprechend reagiert hat. Trotz einiger massiver Vorwürfe ist diese Buchkritik akzeptabel, da der Autor dieser Rezension die Lebens- und Werkbeschreibungen von Wallace positiv anerkennt. Bei Amazon.de ist dieser Text als „Ein-Sterne-Rezension“ veröffentlicht.

Nahezu zeitgleich hat Spektrum der Wissenschaft eine umfassende und objektive Rezension veröffentlicht (J. Heymann: Gegen die Gleichstellung von Glaube und Erkenntnis), die als Gegendarstellung zur Buchbesprechung von H. Ullrich dieser Meldung beigegeben ist (siehe auch die hpd-Rezension von A. Schatton, Über die fehlerhafte Natur).

U. Kutschera, Universität Kassel/Stanford, USA

Links:
http://www.wort-und-wissen.de/aktuelles/info.php?n=rezens/b50.html
http://www.spektrum.de/alias/design-fehler-in-der-natur/gegen-die-gleichstellung-von-glaube-und-erkenntnis/1208967?_druck=1

10.09.2013
Die fehlgeplante Natur.
Interview von Prof. U. Kutschera mit dem hpd (Artikel als PDF).
Evolution Directory

30.07.2013
Design-Fehler in der Natur: Das Buch zum Wallace-Jahr 2013
In einem neuen Fachbuch werden die Planungsfehler in der Natur, vom Sauerstoff-Paradoxon über die ineffiziente Photosynthese, den sich selbst einmauernden Nashornvögeln, den umständlichen Bombardierkäfern, bis zur fehlenden Organregeneration bei kämpfenden Menschen u.a. Säugetieren, im Lichte der Forschungen von Alfred Russel Wallace (1823 — 1913) vorgestellt.
Das christlich-fundamentalistische Konzept eines "Intelligenten Designs" wird, unter Verweis auf und Kritik an der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, als religiöser Wunderglaube enttarnt.

Der Autor beschreibt außerdem die kreationistische Unterwanderung des Biologieunterrichts an evangelischen Bekenntnisschulen und zeigt Lösungsvorschläge auf.
(Ankündigung des LIT Verlag als PDF.)

26.06.2013
Neues Buch: "Charles Darwin:
Die Entstehung der Arten. Kommentierte und illustrierte Ausgabe, 2013."

Das grundlegende Werk von Darwin On the Origin of Species liegt hier in der originalen Übersetzung durch Julius Victor Carus vor, erweitert durch zahlreiche Erläuterungen, aussagekräftige Abbildungen sowie wichtige historische Bezüge.
Herausgegeben von Paul Wrede und Saskia Wrede.
Mit einem Geleitwort von Ulrich Kutschera und einem Ausblick von Reinhold Leinfelder. (Link)

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2012

Archivierte News-Meldungen aus dem Jahr 2012.

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08.05.2012
Evolutionsbiologen.de bei Facebook
Der AK Evolutionsbiologie ist nun auch bei Facebook zu finden (
Link).

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2010

Archivierte News-Meldungen aus dem Jahr 2010.

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23.12.2010
Neue Rubrik "Würdigungen"
In diesem Archiv sind Nachrufe, Kurzbiographien und Würdigungen deutscher Evolutionsbiologen zusammengestellt, die dem Arbeitskreis nahe standen.

13.12.2010
Embryonalentwicklung in neuem Licht
Schon Naturforscher des 19. Jahrhunderts wie Karl von Baer, Charles Darwin und Ernst Haeckel hatten festgestellt, dass sich die Embryonen verschiedener Tierarten äußerlich erstaunlich ähneln. Dies führte zu der Hypothese, dass die individuelle Entwicklung eines Organismus die Stammesgeschichte widerspiegelt. Zwei Gruppen von Wissenschaftlern, darunter Forscher am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Dresden und am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön, haben nun Parallelen zwischen individueller Entwicklung und Stammesgeschichte erstmals auf Ebene der Genexpression gezeigt.
Presseinformation der Max-Planck-Gesellschaft
Originalveröffentlichungen:
Alex T. Kalinka*, Karolina M. Varga*, Dave T. Gerrard, Stephan Preibisch, David L. Corcoran, Julia Jarrells, Uwe Ohler, Casey M. Bergman & Pavel Tomancak (* these authors contributed equally to this work) (2010) Gene expression divergence recapitulates the developmental hourglass model. Nature 468: 811-814. DOI: 10.1038/nature09634.
Tomislav Domazet-Lošo & Diethard Tautz (2010) A phylogenetically based transcriptome age index mirrors ontogenetic divergence patterns. Nature 468: 815-818. DOI: 10.1038/nature09632.

29.11.2010
Neue Artbeschreibung: Der Freiburger Bächle-Egel
Mitteilung des VBiO als pdf

27. & 28. 11.2010
Müller-Symposium im Biohistoricum am ZFMK
Fritz (1822-1897) und Hermann Müller (1829-1883) - Naturforschung "für Darwin"
unter diesem Titel veranstaltet das BIOHISTORICUM in Bonn am 27. und 28. November ein wissenschaftliches Symposium im Hörsaal des Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig. Das "Müller-Symposium" präsentiert unterschiedliche und zum Teil unbekannte Seiten zweier begnadeter Naturforscher und Frühdarwinisten des 19. Jahrhunderts.
In diesem Symposium wird die Bedeutung der Gebrüder Müller für die biologische Forschung und besonders für die Evolutionstheorie in ihrem ganzen Facettenreichtum herausgearbeitet. Wissenschaftler aus Deutschland und Brasilien würdigen ihr Werk aus den unterschiedlichsten Perspektiven.
Flyer & Programm als pdf

01. 10. 2010
Führende Amerikanische Tageszeitung USA Today verbreitet den Intelligent Design- Kreationismus
Wenn man regelmäßig in den USA tätig ist, gewöhnt man sich bald an die stetigen "Anti-Darwin-Bemerkungen" in den großen christlich-konservativen Medien, wie z. B. dem populären Fox News Channel. In diesem "Anti-Obama-Kanal" wurde im August von Glenn Beck behauptet, Charles Darwin (1809 - 1882) sei der "Vater des modernen Rassismus", eine These, die seit langem widerlegt ist. Nahezu zeitgleich wurde in der großen, mit Fox News assoziierten Boulevard-Zeitung USA Today dargelegt, "Intelligent Design (ID) sei der Mittelweg zwischen christlicher Religion und der gottlosen Naturwissenschaft." Wie der Biologie-Professor Michael Zimmermann (Butler University, Indianapolis/Indiana) in der progressiv-liberalen Internet-Zeitung The Huffington Post (Ausgabe vom 27. September 2010) erläutert, ist Intelligentes Design jedoch nichts anderes als Kreationismus, der unter dem Deckmantel der Wissenschaft daherkommt, da es keine empirischen Befunde gibt, die diesen christlich-religiösen Glauben belegen können.
Auch in Deutschland agieren kreationistische Organisationen, wie z. B. die Studiengemeinschaft Wort und Wissen (SG W+W), die Zeugen Jehovas oder ein so genanntes "Professorenforum", schon seit Jahren unter der Tarnkappe der "ID-Theorie". Für Laien ist es schwer, die Thesen dieser "ID-Theoretiker" als verdeckten Kreationismus zu erkennen. So wird z. B. der Junge Erde ID-Kreationismus in dem auch in zahlreichen christlichen Schulen eingesetzten "Evolutionskritischen Lehrbuch" der Autoren Dr. theol. Reinhard Junker (SG W+W) und Prof. Siegfried Scherer (TU München/SG W+W) als wissenschaftliche Theorie dargestellt. Eine so genannte "Grundtypen-Biologie", die auf biblischen Wundern basiert, wird von Junker und Scherer seit 25 Jahren didaktisch geschickt als "Konkurrenz-Modell" zur "gottlosen Evolutionstheorie" beworben.
Aus diesen Gründen haben die Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera (Universität Kassel/Stanford, USA), Dipl. Biol. Lena Dörges und Dr. Stefan Schauer (beide Universität Kassel) zwei neue Filme mit den Titeln " Was ist Kreationismus?" und " Was ist Intelligentes Design?" bei YouTube veröffentlicht. In diesen Lehr-Videos aus dem Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie im Deutschen Biologenverband (VBiO) werden die Thesen der ID-Kreationisten vorgestellt und widerlegt. Weiterhin sind die kreationistischen Propaganda-Strategien zur Unterwanderung des Biologie-Unterrichts im Detail offen gelegt.

07.06.2010
Tree of Life-Meeting in London, United Kingdom, Juli 2010
Auf einer internationalen Tagung in London werden renommierte Evolutionsbiologen aus den USA, England, Frankreich und Deutschland u.a. die Konsequenzen des Tree-of-Life-Projekts für die Expanded Synthesis diskutieren, wobei der Vorsitzende des AK den Abschlussvortrag halten wird.
Die Zusammenfassungen der Vorträge sind in der Anlage (als pdf-Dokument) beigefügt.

19.04.2010
Darwin im Depot - Auf zu neuen Ufern
Sonderausstellung vom 24.04.2010 bis 04.12.2010 im Straßenbahndepot Jena
Ausstellung im Web: darwin-im-depot.de

11.03.2010
Rasche allopatrische Artbildung beim Badischen Riesen-Regenwurm
Im zu Ende gegangenen 'Darwin-Jahr 2009' wurde der britische Evolutionsbiologe weltweit gefeiert, aber der Regenwurm-Forscher gleichen Namens weitgehend ignoriert. Charles Darwin (1809-1882) begann seine eigenständige wissenschaftliche Laufbahn aber mit einem Aufsatz über Regenwürmer (1837) und beendete seine Karriere nahezu 45 Jahre später mit seinem wenig bekannten "Worm-Book" (1881). In einer aktuellen Veröffentlichung wird die Wirkung von Darwins letztem Buch aufgezeigt. Unter anderem entwickelte sich die Bodenbiologie aus Darwins Erdumschichtungs-Theorie.
In diesem Zusammenhang haben die Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera (Universität Kassel/Stanford, USA) und J. Malcolm Elliott (Freshwater Biological Association, Cumbria, UK) die unter der Leitung des Freiburger Zoologen Günther Osche (1926-2009) in den 1980er Jahren erarbeiteten Daten zur Artbildung beim Badischen Riesen-Regenwurm (Lumbricus badensis) neu analysiert. Der bis 34 cm lange Lumbricus badensis, eine neo-endemische Spezies, wurde erst 1906 entdeckt und bewohnt ein nur kleines Areal im Südschwarzwald, Höhenlagen 300 bis 1400 Meter. In den relativ sauren Böden fehlt der gemeine Regenwurm, Lumbricus terrestris.
Biogeographische Studien haben gezeigt, dass der letzte gemeinsame Vorfahre von Lumbricus badensis und der kleineren Schwesterart Lumbricus friendi vor weniger als 10 000 Jahren gelebt hat (Ende der letzten Eiszeit). Infolge einer geographischen Isolation durch den Rhein entstanden Lumbricus-Gründerpopulationen, die im Südschwarzwald die damals Regenwurm-freien sauren Böden besiedelt haben. Im Verlauf von nur wenigen tausend Jahren sind die heute geographisch und reproduktiv isolierten Spezies Lumbricus badensis und Lumbricus friendi entstanden. Die Frage, wie Lumbricus badensis in so kurzer Zeit eine derartige Körpergröße evolvieren konnte, ist offen. Möglicherweise hatten große Würmer einfach eine bessere Überlebenschance im neu besiedelten Lebensraum. Der Regenwurm-Forscher Charles Darwin hätte sich wahrscheinlich für diese rasche allopatrische Artbildung interessiert: In seinem Buch On the Origin of Species hat er die Frage nach den Artbildungsmechanismen als das "Rätsel aller Rätsel" bezeichnet, das erst seine Nachfolger teilweise lösen konnten.

U. Kutschera & J. M. Elliott (2010) Charles Darwin's observations on the behaviour of earthworms and the evolutionary history of a giant endemic species from Germany, Lumbricus badensis (Oligochaeta: Lumbricidae). Appl Environm Soil Sci 2: 1-11. doi:10.1155/2010/823047. (Open access article).
 

7.01.2010
In der Serie "Five Questions" ist zum Ende des Darwin-Jahres 2009 ein Band zum Thema Evolution erschienen. Wie es im Vorwort nachlesbar ist, wurden von den Herausgebern "outstanding scholars in the field of evolutionary biology and philosophy" zu wichtigen allgemeinen Fragen interviewt. International anerkannte Wissenschaftler wie P. Bateson, J.T. Bonner, D.C. Dennett, D.J. Futuyma, D.L. Hull, U. Kutschera, M. Ruse, D.S. Wilson u.a. liefern Einblicke in ihre Arbeits- und Denkweise, wobei gesellschaftliche Bezüge, wie z.B. der Kreationismus, ebenfalls thematisiert werden.

G. Oftedal et al., Eds, Evolutionary Theory: 5 Questions. Automatic Press, VIP, USA, 2009.

ZDF-Dokumentation am 25.12.2009 um 19.30 Uhr: Die Macht der Engel

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